Anästhesie / Narkose

Bei uns wird jede Narkose individuell auf den Patienten, sein Alter, seine Risikogruppe (ASA) und den zu erfolgenden Eingriff zugeschnitten. Standardmäßig werden bei uns nahezu alle Tiere intubiert (außer für sehr kurze Eingriffe wie Katerkastrationen oder bei Tieren die lediglich für eine Untersuchung sediert werden, z.B. für HD- Röntgenaufnahmen). Da jede Narkose mit einem gewissen Narkoserisiko verbunden ist, sollten mögliche Risikofaktoren vor der zu erfolgenden Narkose minimiert werden. Daher wird bei uns jedes Tier vor jeglicher Sedation Untersucht, dabei wird ein genaues Augenmerk auf die Herz- Kreislaufsituation des Patienten gelegt. In manchen Fällen (z.B. bei sehr alten Patienten oder Vorerkrankungen des Tieres) kann es sinnvoll sein vor einer Allgemeinanästhesie eine Blutuntersuchung, eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs/ Bauchraumes oder eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen um mögliche Herz- Kreislauf-, Lungen-, Nieren-, Lebererkrankungen oder ähnliches aufzudecken.

Die Narkoseeinleitung geschieht in der Regel durch eine Prämedikation. Nachdem Ihr Hund/ Ihre Katze bei Ihnen in Ruhe weggedöst ist bekommt es einen venösen Zugang gelegt, wird intubiert, für die Operation vorbereitet und an die Inhalationsnarkose, moderne Monitorüberwachung, Dauertropfinfusion und Wärmezufuhr angeschlossen. Sodass während der Operation Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, CO2- Konzentration (Kapnographie), Atemfrequenz und weitere Parameter überwacht werden können. Durch die gute Steuerbarkeit der Inhalationsnarkose, ist Ihr Tier kurze Zeit nach dem erfolgten Eingriff unter stetiger Überwachung bereits wieder am Aufwachen und kann in der Regel wenige Stunden nach der Operation bereits wieder mit Ihnen aus der Praxis laufen.

Wichtig ist bei Hund und Katze, dass die Tiere 12 Stunden vor dem Eingriff keine feste Nahrung mehr erhalten und somit am OP- Tag nüchtern sind (um ein Erbrechen in der Einschlafphase zu vermeiden). Frisches Wasser bitte unbedingt ständig zur Verfügung stellen!
Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Ist es genau umgekehrt! Diesen Tieren muss permanent aufgrund ihres komplexen Verdauungssystems Futter am OP- Tag angeboten werden!

Alle Dinge die nach der erfolgten Operation zu beachten sind werden bei der Rausgabe des Tieres genau mit Ihnen besprochen und eine sich anschließende Schmerz- oder Antibiotikatherapie wird schriftlich festgehalten, da vor lauter Aufregung auch mal etwas bei Herrchen oder Frauchen vergessen wird. Zudem ist nach einigen Eingriffen ein Leckschutz, in Form von Halskragen, Body, T-shirt oder Verband erforderlich.